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Thema Stress
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Thema Stress

Interview mit Herrn Apotheker Luther

Frage:
Herr Apotheker Luther. Sie machen so einen entspannten Eindruck, hatten Sie heute schon Stress?
Apotheker H. Luther:
Naja, das kann man wohl sagen... 


Frage:
Heutzutage ist Stress ja ein großes Thema, schon Schulkinder sprechen davon gestresst zu sein. Sind wirklich so viele Leute gestresst oder wird das Wort überstrapaziert?
Apotheker H. Luther:
Die Faktoren, die Stress bei uns auslösen (Stressoren), sind in den letzten Jahrzehnten sicherlich gestiegen, sodass mittlerweile viele Leute und auch Kinder unter ihnen leiden. 


Frage:
Was ist denn eigentlich Stress?
Apotheker H. Luther:
Stress ist ein Ausdruck für Belastung und Anspannung des ganzen Organismus. Die körperliche Reaktion bei Stress läuft zunächst immer gleich ab: die typischen Stresshormone (z.B. Adrenalin) werden vermehrt produziert und es kommt zu einer Blutdrucksteigerung. Die weitere Reaktion ist dann individuell verschieden. 


Frage:
Ist Stress immer schädlich und negativ?
Apotheker H. Luther:
Nein, Stress führt zu einer inneren Spannung, die für unser Leben sehr wichtig ist. Stress stellt bei Herausforderungen die notwendige Energie bereit. Man nennt diese Art des Stress auch Eustress (guter Stress). Stress macht uns erfolgreich, produktiv und glücklich. Wohldosiert hält Stress uns gesund. Erst schlechter Umgang mit Stress und Dauerstress (Distress) ohne Erholung machen krank. Vergleichbar ist das mit einem Motor, der ständig Höchstleistung bringen muss. 


Frage:
Welche Faktoren lösen Stress aus?
Apotheker H. Luther:
Man unterscheidet innere und äußere Faktoren. Bei den äußeren Faktoren sind es meist Lärm, Umweltgifte oder auch Reizüberflutung (z.B. durch zu langes Fernsehen). Hinzu kommen noch die innere Stressoren wie Ärger, Leid, Leistungsdruck, körperliche Überanstrengung und Krankheit. 


Frage:
Stress wird von den meisten Menschen mit psychischen Störungen verbunden. Ist Stress immer psychisch?
Apotheker H. Luther:
Ja. meist beeinflussen uns die Faktoren auf psychischen Ebene. Doch es gibt auch rein körperlichen Stress. 


Frage:
Wie das?
Apotheker H. Luther:
Nun zum Beispiel bei Leistungssportlern oder auch Freizeitsportlern, die viel Sport treiben. Auch Menschen, die viel körperlich arbeiten, zeigen Stresssymptome. 


Frage:
Wie wirkt sich Stress denn auf unseren Körper aus?
Apotheker H. Luther:
Das ist unterschiedlich. Die typischen psychischen Stressreaktionen sind nervöse Unruhe, Gereiztheit und Schlafstörungen. Bei anderen kommen noch körperliche Beschwerden hinzu, wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Herzbeschwerden, Magenschmerzen, Durchfall, gereizte Haut, Verspannungen oder Verkrampfungen. 


Frage:
Weiß man, was im Körper abläuft, wodurch die Symptome ausgelöst werden?
Apotheker H. Luther:
Nun, die Forschung hat schon einiges herausgefunden. Stress ist aber ein sehr komplexes Thema, dessen Auswirkungen sich nicht in einem Satz zusammenfassen lassen. Ein wesentlicher Punkt jedoch sind die Nährstoffverschiebungen, die im Körper auftreten und sicherlich für viele der Beschwerden die Ursache sind. 


Frage:
Was genau passiert da im Körper?
Apotheker H. Luther:
Die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin stimulieren bestimmte Rezeptoren und lösen damit u. a. eine erhöhte Durchlässigkeit von Zellmembranen aus. Insbesondere Magnesium und Kalium „wandern" nun vermehrt aus den Zellen und gelangen in das Blut. Dies führt zu einer gesteigerten Magnesiumausscheidung im Urin. Hält der Stress längere Zeit an, entwickelt sich für den Körper ein Magnesiummangel, der wiederum zu vermehrter Ausschüttung von Stresshormonen aus den Nervenzellen führt. So wird man noch anfälliger für den Stress. 


Frage:
Und warum ist Magnesiummangel so gefährlich?
Apotheker H. Luther:
Weil die Folgen des Magnesiummangels oft das Herz - Kreislaufsystem betreffen. So können auch Bluthochdruck und Herzrythmusstörungen durch Magnesiummangel hervorgerufen werden. 


Frage:
Aber es bekommt ja nicht jeder sofort Bluthochdruck, oder?
Apotheker H. Luther:
Nein. Sicher nicht. Magnesiummangel kann sich auch auf andere Arten bemerkbar wachen. Weit verbreitet sind zum Beispiel Muskelkrämpfe, unter denen viele Menschen leiden. Man denke an die Wadenkrämpfe. die einen erheblich belasten können. Doch auch migräneartige Kopfschmerzen oder Magen-Darmkrämpfe können hierauf zurückzuführen sein. 


Frage:
Und was kann man gegen einen solchen Mangel tun?
Apotheker H. Luther:
Zum einen sollte man darauf achten, magnesiumhaltige Lebensmittel zu sich zu nehmen. Dazu gehören zum Beispiel Weizenkleie, Weizenkeime und Sonnenblumenkerne. Auch manche Mineralwässer können reich an Magnesium sein. Zusätzlich ist es wichtig, die Stressoren, die einen belasten, zu identifizieren und so weit es geht zu reduzieren. 


Frage:
Mit einer gesunden Ernährung kann man also einen solchen Magnesiummangel ausgleichen?
Apotheker H. Luther:
Nicht immer. Denn wenn die Magnesiumspeicher des Körpers entleert sind, dann reicht eine gesunde Ernährung nicht mehr aus. Für diesen Fall gibt es in der Apotheke hochdosierte Magnesiumpräparate, die eingenommen werden können. 


Frage:
Wer sollte auf solch ein Produkt zurückgreifen?
Apotheker H. Luther:
Vor allem die Personen. die häufig unter Verspannungen und Muskelkrämpfen leiden. Aber auch Personen mit Dauerstress, sei es nun in Beruf oder Familie, sollten sich darüber im klaren sein, dass ihr Körper vermehrt Nährstoffe verbraucht. Oft ist die Ernährung nicht ausreichend, dass dies ausgeglichen werden kann. Ebenso ist es bei Sportlern. 


Frage:
Magnesiumpräparate gibt es ja viele. Wie finde ich das richtige Präparat für mich?
Apotheker H. Luther:
Man unterscheidet generell zwischen Mono- und Kombipräparaten. Monopräparate (z.B. Biomagnesium) enthalten nur Magnesium, aufgearbeitet in einer Form, in der es der Körper effizient aufnehmen kann. Kombipräparate wie das Antistress Madaus hingegen enthalten sowohl hochdosiertes Magnesium als auch andere Nährstoffe, die bei Stress vermehrt vom Körper verbraucht und benötigt werden, so zum Beispiel Vitamin C und Kalium. Welches Präparat nun am besten ist, kann im persönlichen Beratungsgespräch geklärt werden. 


Frage:
Wie lange muss man solche Präparate in der Regel einnehmen? Wann merke ich eine Besserung?
Apotheker H. Luther:
Nährstoffpräparate und besonders Magnesiumpräparate müssen über eine längere Zeit (mehrere Monate) eingenommen werden, denn es dauert bei Magnesium sehr lange, bis die körpereigenen Speicher wieder aufgefüllt sind.

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