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Thema: Milbenalarm in deutschen Betten!
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Thema: Milbenalarm in deutschen Betten!

Ein Interview mit Apotheker H. Luther 


Frage:
Stimmt es, dass Millionen Deutsche unter einer Hausstauballergie leiden, ohne es oft zu wissen?
Apotheker H. Luther:
Wachen Sie morgens vielleicht auch mit Schnupfen oder gereizten Augen auf? Müssen Sie nachts öfter niesen? Dies können erste Symptome sein! Zeit zu handeln, denn Hausstaub-Allergie kann sich unbehandelt nach ein paar Jahren auf die unteren Atemwege (Lunge) verlagern. Asthma kann die Folge sein. Es heißt die Hausstaub-Allergie ist die zweit häufigste Allergie überhaupt. 6 bis 14 Prozent der Bevölkerung leiden daran, so schätzen Wissenschaftler. Etwa die Hälfte von ihnen hat die Übeltäter, die Milben, als Auslöser noch nicht einmal in Verdacht. Vorschnell denken viele an Heuschnupfen oder Erkältungsschnupfen und fragen nach abschwellendem Nasenspray. Die Symptome ähneln sich, doch ein paar Besonderheiten lassen aufhorchen. Mögliche Beschwerden, die auf eine Hausstaub-Allergie hindeuten: verstopfte Nase, Schlafstörungen, kribbelnder Juckreiz, heftige Niesanfälle, Dauerschnupfen, Bindehautentzündung, Ekzeme und Fieber. Besonderheiten: Die Symptome treten ganzjährig -vor allem morgens - auf und verstärken sich nachts im Bett. In diesem Fall kann ein Nasenspray lediglich an den Symptomen herumdoktern.


Frage:
Kommen Hausstaubmilben, unabhängig von den herrschenden Hygieneverhältnissen in allen Haushalten vor?
Apotheker H. Luther:
Allein in der Matratze Ihres Bettes - der Hauptquelle der kleinen Krabbler - können bis zu 10 Millionen dieser mikroskopisch kleinen Spinnentiere leben. Aber auch in Teppichen, Polstermöbeln, Kissen, Vorhängen und sogar in Plüschtieren fühlen sich die Milben wohl. An sich sind sie harmlos, aber ihre Ausscheidungen können krank machen: Die Hausstaub-Allergie ist die zweithäufigste Allergie überhaupt.


Frage:
Warum lassen manche Energiesparmaßnahmen die Zahl der Hausstaub-Allergiker dramatisch ansteigen?
Apotheker H. Luther:
Die erhöhten Energiekosten veranlassen zum Einbau hermetisch abriegelnder Isolationsfenster, die jeglichen Luftaustausch unterbinden. Wärme kann kaum mehr entweichen. Aber auch Wasserdampf aus Bad, Küche und Atemluft werden zurückgehalten. Die Luftfeuchtigkeit in den Zimmern steigt an. Lachende Dritte sind Millionen von unsichtbaren Hausgenossen, die ungebeten auch in der saubersten Wohnung krabbeln. Hausstaubmilben - unsere Energiesparmaßnahmen verhelfen ihnen zu dem feucht-warmen Biotop, in dem sie sich ungehemmt vermehren.


Frage:
Stimmt es, dass die Ausscheidungen der Milbe für Allergien verantwortlich sind?
Apotheker H. Luther:
Nicht die Hausstaubmilbe löst Allergien aus, die Reaktion wird von den Ausscheidungen dieser zu den Spinnentieren zählenden Milben hervorgerufen und die federleichten, Allergie auslösenden Milben-Kotbällchen haben es in sich: Selbst kleine, nächtliche Bewegungen wirbeln sie gründlich auf. Mit jedem Atemzug dringen sie tief in die Luftwege ein. Und lassen viele Menschen in den eigenen vier Wänden an einer Hausstaub-Allergie erkranken. Haare und menschliche Hautschuppen sind die erklärten Lieblingsspeisen der Milben. Wo ihr Leibgericht vorkommt, sind die Milben nicht weit: Unangefochtenes Hauptbiotop ist deshalb auch das Bett. Zwei Drittel aller Hausstaubmilben bevölkern das menschliche Nachtlager. Die Hälfte davon besiedelt die Matratze. die andere treibt in Oberbetten. Kissen, Decken und Matratzenauflage ihr Unwesen.


Frage:
Was können Sie gegen Hausstaubmilben tun?
Apotheker H. Luther:
Mit einem neuen in der Apotheke erhältlichen, auf pflanzlicher Basis wirkendem Mittel können Sie den Milben an deren Lieblingsorten - Matratzen, Polstermöbeln, Teppichen - zu Leibe rücken. Dieses Mittel wirkt durch die Kraft des Niembaums. Die Anwendung dieses neuen Sprays ist denkbar einfach: aufsprühen, eintrocknen lassen, fertig! Durch die lange Wirkdauer muss es nur einmal im Jahr angewendet werden. Selbst bei Säuglings- und Kleinkinderbetten kann bei einer vorschriftsmäßigen Anwendung dieses Mittel vollkommen unbedenklich eingesetzt werden.


Zahlen, die es in sich haben

15 000 Milben schaffen es, sich in einem einzigen Gramm Staub aus einer Matratze zu tummeln.
10 Millionen Milben bevölkern eine einzige Matratze.
300 Nachkommen produziert eine Milbe in ihrem kurzen Leben von 3-4 Monaten.
1,5 Millionen Milben können sich einen ganzen Tag von 2 Gramm Hautschuppen ernähren. Diese Menge verliert ein Mensch innerhalb von 24 Stunden.
200-mal so viel wie eine Milbe wiegen die Exkremente, die jedes dieser Tierchen im Laufe seines Lebens ausscheidet.
Ein Zehntel des Gewichts eines ca. 4 Jahre alten Kopfkissens besteht aus lebenden und toten Milben und deren Ausscheidungen.
8 Jahre - statistisch gesehen - braucht eine nicht behandelte Hausstaub-Allergie um zu allergischem Asthma zu führen.

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