
Die Veranlagung dazu wird uns schon in die Wiege gelegt. Wer in seinem Beruf viel stehen oder sitzen muss, wer sich zudem ballaststoffarm ernährt und ein paar Pfund zuviel auf den Rippen hat, der ist besonders häufig betroffen. Auch Wärmeeinwirkung, zum Beispiel durch Sonne, Solarium, Sauna oder auch Fußbodenheizung wirken sich ungünstig aus. Jede zweite Frau und jeder vierte Mann leidet unter chronischer Venenschwäche. Die Folge: Schmerzende geschwollene Beine und Krampfadern.

Was ist eine
Kompressionsbehandlung?
Eine Kompression mit Hilfe von Strümpfen oder Strumpfhosen setzt
die Venen von außen unter Druck.
Man beachte den Unterschied zwischen Stütz- und
Kompressionsstrümpfen: Stützstrümpfe sind für all diejenigen
Personen geeignet, die für eine Venenerkrankung vorbelastet sind:
Schwangere, Stehberufler oder Übergewichtige mit Erbanlage zu
Venenschwäche. Wichtig: Sie eignen sich nur zur Vorbeugung und
nicht zur Behandlung. Es gibt sie in Apotheken. Aus feinstem
Damenstrumpfgewebe in den modischsten Farben gearbeitet, gibt es
sie als Halb- oder Vollstrumpf und auch als Strumpfhose.
Härtere Bandagen im wahrsten Sinne des Wortes werden angelegt, wenn
bereits Stauungsbeschwerden, müde und juckende Beine auftreten. In
Kombination mit Arzneimitteln ist die Kompressionstherapie die
beste Methode, der venösen Stauung beizukommen. Ihr Geheimnis ist
der von außen auf die Venen wirkende, fein dosierte und der
individuellen körperlichen Beschaffenheit des Beines exakt
angepasste Druck. Der Kompressionsstrumpf presst nicht nur die
erweiterten Gefäße auf ein Fünftel bis ein Drittel ihres
Durchmessers zusammen, sondern gibt auch den Muskelpumpen ein
festes Widerlager. So werden Wasseransammlungen
ausgeschwemmt.
Kompressionsstrümpfe oder –strumpfhosen können vom Arzt zweimal im
Jahr verordnet werden. Mit dem Rezept geht man in die Apotheke.
Dort nimmt der Apotheker exakt Maß – am besten morgens, wenn das
Bein noch wenig belastet und geschwollen ist -, vergleicht die Maße
mit Kompressionsstrumpftabellen und sucht das Passende heraus. In
speziellen Fällen sind Maßanfertigungen erforderlich.
Wichtig: Der Strumpf in der Schublade oder gelegentliches Tragen
bringen gar nichts. Konsequenz und Regelmäßigkeit heißt das
Geheimrezept.
(Quelle: http://www.aponet.de/)
